Gemeinde Faulbach Gemeinde Faulbach

Ehrentag 2019

27.03.2019
In einer kleinen Ehrenveranstaltung im Gastraum der TV-Halle konnte am 24. März 2019 1. Bürgermeister Wolfgang Hörnig 6 Personen für ihren besonderen ehrenamtlichen und sportlichen Einsatz für die Gemeinde auszeichnen.

Das Foto zeigt (von links): Rudi Kirchner, Albin Fuchs, Walter Frieß, Christian Bundschuh, Richard Faht, 1. Bürgermeister Wolfgang Hörnig.

Die Rede des 1. Bürgermeisters Wolfgang Hörnig am Ehrentag - 24. März 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf euch recht herzlich zu unserem zweiten Ehrentag der Gemeinde Faulbach begrüßen. Gleichzeitig ist es heute eine Premiere, ich darf zum Ersten Mal die Bürgermedaille der Gemeinde Faulbach an Personen aus unserer Mitte verleihen.

Zu diesem Anlass begrüße ich ganz besonders unsere Ehrengäste Richard Fath, Albin Fuchs, Walter Frieß, Rudi Kirchner und Christian Bundschuh mit Ihren Partnern bzw. Familien.

Begrüßen darf ich auch meine beiden Stellvertreter, 2. Bürgermeister Volker Schleßmann und 3. Bürgermeister Erhard Glock sowie die Kollegin und Kollegen vom Gemeinderat.

Meine Mitarbeiter von der Verwaltung und Herrn Haaf von der Presse.

Wir ehren heute Menschen aus unserer Mitte, die sich zu einen seit Jahren für andere und für das Gemeinwohl einsetzen und damit viel für unsere Gemeinde Faulbach tun.

Wir ehren heute aber Personen, die sich durch ihre sportlichen, herausragenden Leistungen ausgezeichnet haben.

Ich freue mich, euch, liebe ehrenamtlich Engagierte und Sportler, heute im Namen von unserm Gemeinderat unser aller Dank aussprechen zu können. Der heutige Tag ist, wie ich hoffe, für euch, ein freudiger Tag. Und das ist er auch für ganze Gemeinde Faulbach. Denn euer Handeln zeigt, wie lebendig das bürgerschaftliche Engagement in unserer Gemeinde ist, und was im sportlichen Bereich alles möglich ist.

Im Vorfeld noch ein paar Worte zu unseren ehrenamtlich engagierten: Ihr alle wirkt in ganz unterschiedlichen Bereichen. Was ihr auch tut, ihr wendet viel von Ihrer Zeit und eurer Energie, von eurem Wissen und eurer Fantasie auf, um etwas für die Mitmenschen, um etwas für das Gemeinwohl zu tun.

Gemeinwohl – das ist ein altes Wort und vielleicht wissen einige gar nicht mehr, dass „gemein“ in diesem Zusammenhang gemeinsam, gemeinschaftlich bedeutet. Gemeinwohl ist also höchst aktuell.

Es geht um das Wohl für alle – und um das gemeinsam zu schaffende Wohl. Gesellschaft - , das sind schließlich wir alle. Sie geht uns alle an, sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und selber aktiv werden.

Und das tut ihr auf brillante Art und Weise, und mir ist es eine Ehre euch heute im Rahmen einer kleinen Feierstunde auszuzeichnen.

Beginnen wollen wir mit

Richard Fath:

Ich möchte mich im Namen der Gemeinde Faulbach bei einem Mann bedanken, der sich in vielfältigster Weise für die Natur, Kultur und das Vereinsleben in Breitenbrunn und Faulbach engagiert.

Richard Fath aus Breitenbrunn ist bei Botanikern, Naturinteressierten und Naturschützern weit über unsere Gemeindegrenzen ein bekannter Mann, der von Fachleuten immer wieder gerne zu Rate gezogen wird, wenn es um Fauna und Flora auf unseren „Hausberg“, dem Grohberg (Büchelberg) geht.

Noch dazu ist er ein begnadeter Fotograf. So hat er auf dem Grohberg schon 100 verschiedene Schmetterlingsarten fotografiert und in spezielle Foren im Internet gestellt.  Auch hat er eine angeblich ausgestorbene, bzw. seit 1983 nicht mehr gesichtete Art, bei uns nachgewiesen.

Er erstellt für den Bund Naturschutz Vorkartierungen, d.h. wo, man welche Arten von Schmetterlingen und Insekten, oder auch wilde Orchideenarten auffindet.

Dafür läuft er zur Zeit zweimal am Tag über den Berg.
Bei der Aufnahme unseres „Büchelbergs“ in der „Natura 2000“ einem, von der europäischen Union beschlossenem Schutzgebietsnetzes besonderer Erhaltungsgebiete für wildlebende Tiere und Pflanzen, wurde er von Professoren und Studenten zu Rate gezogen. Er konnte nachweisen, dass es die sehr seltene „Heuschrecken Sandgrabwespe“ und den „Hellen und Dunklen Wiesenknopfameisenbläuling“ bei uns gibt.

Daheim in Breitenbrunn hat er eine eigene Schmetterlingszucht und schreibt Publikationen für Fachzeitschriften. Gerne führt er Gruppen über seinen geliebten Hausberg, um ihnen unsere Natur näher zu bringen.

Aber sein Interesse beruht nicht nur auf Insekten. So hat er im Zuge der Dorferneuerung über sämtliche Sandsteinbildstöcke von Faulbach und Breitenbrunn recherchiert, fotografiert, per GPS-Daten erfasst und daraus einen Bildstockweg erstellt, den man erlaufen oder per Power Point Präsentation erleben kann.
In diesem Zusammenhang hat er den Steinhauer Josef Fleckenstein im Sandsteinwerk Umscheid bei seiner Tätigkeit fotografiert.

Für den Fremdenverkehrsverbund „Churfranken“, zu der unsere Gemeinde seit 2 Jahren ebenfalls gehört, hat er drei Wanderwege per GPS erlaufen und dem Verband zur Verfügung gestellt. Jetzt kann man über die Churfranken- Internetseite unsere schönsten Wanderwege rund um Faulbach-Breitenbrunn abrufen.
Auch für den Spessartbund hat er so den Rundweg vom Wanderparkplatz im Faulbacher Wald, über Hasselberg, Kartause, Sandacker und zurück zum Ausgangspunkt erstellt. Dieser Rundweg ist jetzt auf dem Wanderschild, oberhalb des Hundevereins, aufgezeigt.

Des Weiteren war er beim Bau der Umgehungsstraße jeden Tag vor Ort, vom Spatenstich bis zur Einweihung, um die Fortschritte bei den Bauarbeiten per Fotografie zu dokumentieren und hat natürlich auch hiervon eine Präsentation erstellt.

In sein neuestes Projekt hat er vier Jahre Arbeit und viel Herzblut gesteckt:
Der Titel „Trinkwasser im Südspessart – Entstehung unseres Trinkwassers“
Dafür hat er von den verantwortlichen bei den Stadtwerken Wertheim und den Gemeinden alle Freigaben erhalten um alle Hochbehälter, alt wie neu, Wasserhäuser, Brunnen ect.  zu fotografieren und die entsprechenden Fachleute zu interviewen. Heraus gekommen ist, wie sollte es anders sein, eine tolle, interessante Präsentation, die er im Rahmen eines Seniorennachmittages am 09.04. im Sportheim Breitenbrunn zeigen wird.

Und weil er an all seinen Tätigkeiten viel Freude hat ist er noch bei vier Vereinen Schriftführer, pflegt die Webseite des VDK Ortsverbands Dorfprozelten, ist Betreuer der Wanderwege in Breitenbrunn, berät unsere Förster bei der Pflege unserer Waldwege damit die Insekten ausreichend Nahrung finden und erstellt Bilderpräsentationen für den Frauenbund und dem Sportverein. Außerdem ist er maßgeblich am Aufbau des Heimatmuseums im alten Rathaus Breitenbrunn mit Bildern und Ausführungen beteiligt. Auf Anfrage zeigt er Interessierten gerne die Ausstellung.

Im Auftrag der Gemeinde überreiche ich dir als Dank für dein umfangreiches Engagement die Bürgermedaille in Bronze…..

Herzlichen Dank!!!

Albin Fuchs:

Kommen wir nun zu einem Mann der sich schon seit Jahrzehnten in den Dienst eines Vereins stellt.

Der Verein ist der Turnverein Faulbach, und die Person die ich meine ist Albin Fuchs.

Albin Fuchs ist seit 1967 ehrenamtlich im Verein tätig. Ich denke als er damals anfing hat er sich auch nicht träumen lassen, dass es fast schon ein eheähnliches Verhältnis zu seinem Verein wird.

Von 1967 – 1996 war er 1. Vorstand des TV Faulbach.

Besonders hervorzuheben ist der Bau der Turnhalle, ab dem Jahre 1985, den Albin in unermüdlichem Einsatz vorantrieb.

Im Bautagebuch wurden mehr als 5.000 Arbeitsstunden von Albin aufgezeichnet (entspricht mehr als 3 Jahresarbeitszeiten)

Die Halle wurde am 01.05.1988 festlich eröffnet.

Und da Dir der Turnhallenbau sehr wichtig war, richten wir den heutigen Ehrentag auch sehr gerne in deinem „Wohnzimmer“ aus.

Unter Albins Regie entstanden folgende 17 neue Abteilungen:

Volleyball
IVV Wanderabteilung
Tischtennis
Karate
Aerobic
Gymnastik
Schach
Seniorenturnen
Wassergymnastik
Fitness (Kraftraum)
Mutter-Kind-Turnen
Spinning Raum
Joga
Zumba
Power-Gymnastik
Step-Aerobic
Und der Lauf-Treff

Für Albin war es von großer Wichtigkeit und Bedeutung, dass neue Übungsleiter ausgebildet bzw. die Übungsleiter ständig auf die neuen Trainingsmethoden ausgebildet werden.

Dank Albin stieg die Mitgliederzahl von anfangs 262 auf über 1000 und liegt aktuell bei ca. 1.400 Mitgliedern. Ich denke, man kann auch im Namen der Mitglieder aus der ganzen Region einen herzlichen Dank an Albin aussprechen, dass er es mit ermöglicht hat ihren Sport auszuüben.

Albin Fuchs erhielt für seine Arbeit folgende herausragende Ehrungen:
1988 die Verdienstmedaille in Silber mit Gold des Bayerischen Landessportverbandes
1992 die Ehrenurkunde und Ehrenplakette in Gold des Landkreises Miltenberg und des BLSV-Kreisverbandes Miltenberg
1994 das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber für Verdienste im Ehrenamt (diese war die erste Vergabe dieser Auszeichnung für den Landkreis Miltenberg)
1996 wurde Albin Fuchs zum Ehrenvorsitzenden des TV Faulbach gewählt
Und heute wird er mit der bronzenen Bürgermedaille der Gemeinde Faulbach ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch!

Familie Frieß:

Heute möchte die Gemeinde Faulbach auch das Ehepaar Lydia und Walter Frieß für ihr jahrzehntelanges, ehrenamtliches Engagement ehren.

1993, also vor 26 Jahren, nahm alles seinen Anfang: Walter Oetzel und Walter Frieß kamen auf die Idee, das völlig verwilderte Grundstück am Main, an der Ecke unterhalb des Bahnübergangs von der Schifferstraße aus, wieder her zu richten. Ziel war es, eine schöne Sitzgelegenheit für die Allgemeinheit zu schaffen.

Nachdem der damalige Bürgermeister Eugen Hieser die Überlassung vom Eigentümer eingeholt hatte, ging man ans Werk. Eine große Weide wurde samt Wurzel entfernt und das gesamte Grundstück von Unrat und Gestrüpp befreit.

Um es mit Blumen zu verschönern, wurde im selben Jahr das erste Hoffest bei der Familie Oetzel veranstaltet, bei dem die gesamte Nachbarschaft mithalf. Die Einnahmen sicherten den Blumenschmuck für die nächsten 10 Jahre bis 2003.
Mit den Einnahmen aus dem 2. Hoffest 1994, wurde dann eine rustikale Sitzgruppe angeschafft.

2003 zogen sich Gerlinde und Walter Oetzel aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Von da ab pflegte und hegte Familie Frieß das Grundstück allein.

Für den Blumenschmuck erhalten sie immer wieder einmal eine Geld-, oder Sachspende von Freunden und Bekannten. Auch die Gärtnerei Weiß spendiert seit einigen Jahren Blumen für die Blumentröge.

Einen großen Teil, z.B. für Blumenerde, Dünger und den ein oder anderen Blumenstock, bezahlen Lydia und Walter Frieß aber aus der eigenen Tasche. Die Gemeinde wurde hierfür noch nie um einen Geldbetrag gebeten. Unterstützung erhalten sie von den Gemeindearbeitern beim Mähen des Grundstücks und mit Pflasterarbeiten unter den Sitzgelegenheiten.

Büsche und Sträucher, für die es in anderen Gärten keine Verwendung mehr gab, wurden von Walter und Lydia dort unten wieder eingepflanzt. Zwei große Birken wurde stehen gelassen und sind heute Namensgeber des schönen Platzes: zur „Birkenruh“!

Im Sommer müssen die Blumentröge jeden Tag mit Wasser versorgt werden, hierfür schöpft Walter mit einem Eimer Wasser aus dem Main. Einige Eimer in einen Schubkarren gekippt, fährt er damit die Blumen an.

Im Winter werden die Sitzgruppen meistens mit einer Plane „winterfest verpackt“ und im Frühjahr dann die Tische abgeschmirgelt und geschrubbt.

Im Schatten der Birken wird der Platz gerne von Radfahrern und Einheimischen zur Rast genutzt. Er ist im Sommer, in den Abendstunden, Treffpunkt für die Senioren. Die Bauhofmitarbeiter wurden als Dank für die Pflasterarbeiten zu einer Grillfeier eingeladen, es wird „geschnäpselt“ und auch mal Apfelwein getrunken, samstags kommt der Eiswagen, Lydia bringt Liederhefte mit und selbst ein Akkordeonspieler lud schon zum Singen und Schunkeln ein.

Euer Platz ist ein absolutes Schmuckstück in unserer Gemeinde und ein Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement! Leider kann Lydia Frieß krankheitsbedingt heute nicht hier sein und ich wünsche ihr viel Gesundheit, damit sie dieses Jahr wieder euer tolles Plätzchen für Treffen und nette Unterhaltungen nutzen kann. Die Gemeinde Faulbach bedankt sich bei euch mit der Bürgermedaille in Bronze…..    und ich verbinde meinen Dank mit der Hoffnung, dass ihr noch lange, bei guter Gesundheit und viel Engagement den schönen Platz am Main für uns alle, und natürlich auch für die Touristen, pflegen könnt.

Herzlichen Dank !!!

Rudi Kirchner:

Ich darf nun Rudi Kirchner zu mir bitten.

Rudi Kirchner fand 1971 den Weg zum aktiven Schießsport beim Schützenverein Faulbach.

Im Jahr 2011 hat sich Rudi zudem der bürgerlichen Schützengesellschaft Bergrheinfeld angeschlossen um dort seine aktive und sehr erfolgreiche Laufbahn fortzusetzen.

Seit vielen Jahren findet man Rudi Kirchner bei Deutschen Meisterschaften ununterbrochen in verschiedenen Schieß-Disziplinen auf den vorderen Plätzen seiner Altersklasse.

Die Liste seiner Erfolge ist mehr als lang:

In der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ erreichte er bei den Deutschen Meisterschaften 2012 mit der Mannschaft den 7. Platz, im

Einzelwettbewerb Platz 24.

In der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ gelang ihm dann im Einzel Platz 3 und mit der Mannschaft Platz 6.

Bei den Deutschen Meisterschaften 2013 erlangte er in der Disziplin

„Kleinkaliber 50 m Auflage“ mit der Mannschaft den 4. Platz, im Einzelwettbewerb wurde er 7ter.

In der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ wurde Rudi Kirchner im Einzelwett-bewerb 25. und mit der Mannschaft Deutscher Meister 2013

Bei den Deutschen Meisterschaften 2014 in der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ erreichte er im Einzel Platz 54 und mit der Mannschaft Platz 9.

In der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ wurde er 24. Im Einzelwettbewerb,

und mit der Mannschaft wurde er Deutscher Meister 2014

Bei den Deutschen Meisterschaften 2015 in der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ im Einzelwettbewerb Platz 6, mit der Mannschaft Platz 3,

in der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ ein 13. Platz mit der Mannschaft und Platz 39 im Einzel

Bei den Deutschen Meisterschaften 2016 in der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ ein 3. Platz im Einzelwettbewerb

Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 in der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ im Einzel Platz 2,

in der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ im Einzel Platz 48 und mit der Mannschaft Platz 8

Kommen wir zu den aktuellen Titeln

Rudi Kirchner erreichte im Jahr 2018 bei den Deutschen Meisterschaften in der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ im Einzelwettbewerb den 3. Platz.

In der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ wurde er 2018 sogar zweimal Deutscher Meister in seiner Altersklasse: zum einen im Einzelwettbewerb sowie im Mannschaftswettbewerb zusammen mit zwei weiteren Teamkollegen

Bei den Bayerischen Meisterschaften 2018 erreichte Rudi Kirchner in der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ im Einzelwettbewerb den 2. Platz und

mit der Mannschaft den 4. Platz,

in der Disziplin „Kleinkaliber 50 m Auflage“ wurde Rudi Kirchner im Einzelwettbewerb 2ter und mit der Mannschaft gelang ihm sogar der 1. Platz.

Also trägt Rudi aktuell folgende Titel:

2 x Bayerischer Fize-Meister

1 x Bayerischer Meister

1 x 3ter Deutscher Meister

und 2 x darf er sich Deutscher Meister nennen!

Rudi, meine Hochachtung vor soviel Zielgenauigkeit und Glückwunsch zu deinen Erfolgen.

In Anerkennung deiner Leistungen im Schießsport darf ich dir die Bürgermedaille der Gemeinde Faulbach in Silber verleihen!

Christian Bundschuh:

Eine Ehrung steht noch aus, ich darf nun Christian Bundschuh zu mir herbitten.

Die Sportlerkarriere von Christian Bundschuh verlief zunächst wie bei vielen anderen „Jungs“. Er hat für seinen Heimatverein, den Sportfreunden Breitenbrunn, die Fußballschuhe in der E, D und C-Jugend geschnürt.

Nachdem es aber Knieprobleme gab, hat er das Fußballspielen aufgeben und sich nach einer anderen Sportart umgeschaut – was sich später als glückliche Fügung herausgestellt hat.

Mit 16 kam er zu den Velo-Freunden Wertheim, und hat dort einen Schnupperkurs besucht. Da wurde die Liebe zum Radsport geboren. Anschließend wechselte er nach Großheubach, da er dort die Möglichkeit fand eine Rennlizenz zu erhalten.

Nach 3 Jahren ging es für Christian Bundschuh wieder eine Stufe nach oben. Er wechselte zum besten Nachwuchsverein, zu Bike Sport Ansbach. Dort fuhr er in der U23, und fuhr 2 Jahre in der Bundesliga.

Danach zog es ihn wieder in Heimatnähe und fährt seitdem für den TV Miltenberg.

Seine Spezialdisziplinen sind die Marathon Kurz-, und Mitteldistanzen, sowie Einzelzeitrennen auf dem Rennrad.

Seinem Talent hat er es zu verdanken, dass er mit „relativ wenig Training“ zu Top-Leistungen fähig ist.

Er radelt ca. 11.000 – 13.000 KM im Jahr auf dem Mountainbike und Rennrad, und bewältigt dabei ca. 100.000 Höhenmeter.

3-4 mal im Jahr geht es ins Trainingslager, davon 2 mal ab mit dem Flieger, meistens nach Mallorca, wo er mittlerweile schon über 30 mal war, aber nicht zum Füße ins Wasser hängen.

Dort kennt er die Strecken schon besser als bei uns in der Region.

Wenn ich hier alle Erfolge von Christian Bundschuh aufzählen würde, spränge das sicherlich den Rahmen. Daher konzentriere ich mich auf seinen größten Erfolg, und die Erfolge im letzten Jahr.

Sein größter Erfolg gelang ihm 2017, in St. Johann im schönen Tirol. Dort holte er sich den inoffiziellen Weltmeistertitel im Zeitfahren.

Ein Rückblick auf die Saison 2018

Ergebnisse Platz 1 - 2

1. Platz Alpe d'Edelweiß Bergzeitfahren Goldbach

1. Platz Michelstädter City Cross

1. Platz Überwald Bike Marathon, Kurzstrecke

1. Platz Wiesbaden Marathon auf der MTB Kurzstrecke

1. Platz Laufstil Würzburg Triathlon (Staffel)

1. Platz Churfranken Triathlon Niedernberg

1. Platz Rad am Nürburging beim Zeitfahren

1. Platz Einzelzeitfahren RSV Marburg

2. Platz Radweltpokal Zeitfahren ST. Johann in Tirol

2 . Platz beim Cologne Triathlon weekend

1. Platz SG Stuttgart Stern Zeitfahren

Und den 2. Platz in Trendo im Qualifikationsrennen zur UCI Gran Fondo Weltmeisterschaft, was ihn berechtigte an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Am 30. August 2018 war es dann soweit:

Bei der offiziellen Weltmeisterschaft in Varese (Italien) belegte Christian Bundschuh, im Trikot der deutschen Nationalmannschaft, einen hervorragenden 15. Platz im Zeitfahren der Amateure.

Er war damit der zweitbeste deutsche, bei einem Starterfeld von 60 Personen. Hier ist zu bemerken dass sich diese 60 Rennradler allesamt auch erst zur Weltmeisterschaft qualifizieren mussten – also, eine erlesene Auswahl der 60 besten Rennradler der Welt.

Wir sagen herzlichen Glückwunsch! Ich darf dir die silberne Bürgermedaille unserer Gemeinde verleihen.

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